Wie Musik ohne Worte, ein Blick, der keine Erklärung braucht – so beschreibt Dorothee Reichert ihre Bilder. Sie lässt "stille Farben" über die Leinwand mäandern, ineinander verlaufen, sich gegenseitig überlagern. Genau wissend, wie sie die verschiedenen Materialien einsetzen kann, doch selbst immer aufs Neue erstaunt über das, was sich letztendlich daraus entwickelt.

 

Wir können uns an dem Fließenden, den erdig-elementaren Farben einfach laben. Wir können, um bei diesem Vergleich zu bleiben, der Bildmelodie eigene Worte hinzufügen, die Möglichkeit der eigenen Interpretation, der persönlichen Auseinandersetzung nutzen. Die Abstraktion in Dorothee Reicherts Arbeiten bietet uns alle Freiheiten - und fordert uns gerade damit heraus. Denn die Bilder, vielschichtig in ihrer Technik, tiefgründig in ihrer Wirkung, bieten keine Handreichung für unser Bedürfnis nach Klarheit und Wiedererkennen, keine Antworten auf die Fragen, die sie aufwerfen. Ob und wie wir diese Freiheit nutzen, ob wir sie als Heraus- oder Überforderung wahrnehmen, das verrät wohl mehr über uns selbst, als über die Werke und ihre Schöpferin. So sind Reicherts Bilder immer auch Reflexionen unserer selbst, dessen, was wir verbergen oder uns verborgen bleibt. Dessen, wofür wir keine Worte finden können oder wollen.                                                                     

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